Sitzungen der Arbeitsgruppe
Donnerstag, 5. März 2026, 16.00-18.00 Uhr online
„Lehrpersonenmigration über sprachliche und nationalstaatliche Grenzen: Angebote zur
Professionalitätsentwicklung an den Hochschulen – Anforderungen und Optionen“
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Donnerstag, 3. September 2026, 16.00-18.00 Uhr online
„Handlungskompetenzen von Lehrpersonen mit anderen Erstsprachen als Deutsch:
Bedeutung der Sprachkompetenz in der Professionalitätsentwicklung“
Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Vorstand, danke.
Berufsbezogene Sprachförderung für Lehrpersonen mit anderen Erstsprachen als Deutsch
Die Sprache ist für Lehrpersonen das hauptsächliche Instrument zur Berufsausübung. Dieses Kommunikationsinstrument muss in unterschiedlichen Situationen variantenreich und differenziert beherrscht werden, denn Sprach- und Kommunikationskompetenzen sind wesentliche Bestandteile der Professionalität von Lehrpersonen.
PHBern
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CAS mit ausländischem Lehrdiplom in der Schweiz unterrichten
Für Lehrpersonen mit ausländischem Diplom bietet der Einstieg ins Schweizer Bildungssystem besondere Chancen und Herausforderungen. Wie lassen sich die kantonalen Rahmenbedingungen, der kompetenzorientierte Lehrplan 21 und die Erwartungen an eine integrative Förderung erfolgreich meistern? Dieser CAS bereitet gezielt auf den Berufsalltag in der Schweiz vor.
PH FHNW
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CAS Unterrichten mit ausländischem Lehrdiplom
Der CAS richtet sich an Lehrpersonen mit ausländischem Lehrdiplom, die bereits an Schweizer Schulen unterrichten oder in den Schuldienst eintreten möchten. Teilnehmende lernen die Schweizer Schulkultur als gelebte Praxis kennen und setzen sich in diesem Rahmen mit dem Schweizer Bildungs- und Schulsystem auseinander. Sie erweitern ihre pädagogischen, didaktischen und methodischen Kompetenzen, um Schülerinnen und Schüler und deren Lernprozess im Sinne des Lehrplans 21 bestmöglich zu begleiten.
PHBern
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Das Projekt «RILF – Requalifikation und berufliche Integration von Lehrpersonen mit Fluchterfahrung» zielt darauf ab, Lehrpersonen mit Fluchterfahrung den gleichberechtigten Zugang zur Hochschule und zum Berufsfeld Schule zu ermöglichen. Es leistet so einen Beitrag zur Bekämpfung des Lehrpersonenmangels und stärkt die gesellschaftliche Diversität in Lehrpersonenteams.
PH FHNW, PH Luzern, PH St Gallen, PH Zug, PH Zürich
Fokusgruppen – Vertiefung und Fortführung von Fachdiskussionen nach Bedarf
Fokusgruppen bieten die Möglichkeit, in einem kleineren Rahmen vertiefte und/oder weiterführende Fachdiksussionen zu ausgewählten Aspekten zu führen.
Alle Mitglieder können Fokusgruppen-Treffen einberufen.
2026: «Transnationale Professionalitätsentwicklung mit Schwerpunkt: Bedeutung der
sprachlichen Handlungskompetenzen von Lehrpersonen mit anderen Erstsprachen als Deutsch»
Transnationale Professionalitätsentwicklung bezeichnet die Entwicklung und Anerkennung beruflicher Qualifikationen, Kompetenzen und Hanldungsweisen über die nationalstaatlichen Grenzen hinweg. Dabei wird hier eine biografische Perspektive gewählt, um den Fokus auf den Prozess der fortlaufenden Professionalitätsentwicklung, der in mehr als einem Schulsystem stattgefunden hat, zu legen. Im Mittelpunkt steht die Idee, dass die Professionalitätsentwicklung von Lehrpersonen eine kontinuierliche Entwicklungsaufgabe ist.
Unter Verwendung des Konzepts der Transnationalisierung (Glick Schiller, 2010; Pries, 2010) wird kritisch betont, dass die Aus- und Weitebildung von Lehrpersonen überwiegend auf nationaler resp. kantonaler Ebene geregelt ist, ohne die Mobilität von Lehrpersonen angemessen zu berücksichtigen. Auch wenn es inter- und supranationale Governance-Strategien zur Lehrerausbildung gibt (z. B. OECD 2010, 2013, 2018), so sind doch der Staat, das Schulsystem und der Lehrerberuf eng miteinander verbunden.
Lehrpersonen gehören in der EU, im EWR und in der Schweiz zur drittgrössten Berufsgruppe unter den reglementierten Berufen, die migriert European Commission, 2023). Diese Mobilität von Lehrpersonen und ihre berufliche Eingliederung in ein anderes Schulsystem wirft theoretische Fragen zum gemeinsamen Verständnis der Professionalitätsentwicklung von Lehrpersonen mit ausländischem Lehrdiplom in der Schweiz auf.
Schwerpunkt: Sprache
Schule wird als „versprachlichte Institution“ konzipiert, in der Sprache sowohl ein Mittel der Interaktion wie auch der Wissensvermittlung darstellt und gleichzeitig als wesentlicher Aspekt der Lehrpersonenprofessionalität verstanden wird, da sie eine zentrale Rolle in allen Handlungsbereichen von Lehrpersonen spielt.
Im Kontext von Schule und Bildung in der Migrationsgesellschaft gewinnt Sprache zunehmend an Bedeutung. Lehrpersonen mit ausländischem Lehrdiplom und/oder anderen Erstsprachen als Deutsch sehen sich Lehrpersonen mit veränderten sprachlichen Bedingungen sowie mit gesellschaftlich-institutionellen normativen Erwartungen konfrontiert. Diese Anforderungen können in ein Spannungsverhältnis zur Handlungspraxis resp. den habituellen Orientierungen treten, die unter den neuen Bedingungen neu ausgehandelt werden müssen. Die handlungsleitenden Orientierungen erscheinen dabei als zentral für die Bewältigung professioneller Anforderungen.
Für den Kontext Schweiz sind dabei und zusätzlich im Speziellen die Mehrsprachigkeit sowie die Bedeutung des Dialekts zu beachten.
Ende März 2026 erscheint hier die aktuelle Literaturliste.
Alma Amagjekaj alma.amagjekaj@phbern.ch
Studienleitung „Berufsbezogene Sprachförderung für Lehrpersonen mit anderen Erstsprachen als Deutsch“
Nathalie Glauser Abou Ismail nathalie.glauser@phbern.ch
Studienleitung „CAS Unterrichten mit ausländischem Lehrdiplom“





