«Welche Landschaften wollen und brauchen wir in der Zukunft?»
So lautet der Titel des Siegerprojekts des mit CHF 5’000 dotierten SGL-Lehrpreises INITIALE 2026.
Karin Huser, Beatrice Kümin und Christian Mathis von der PH Zürich überzeugten mit ihrer Einreichung: einer gut vorstrukturierten Studienwoche, wo Studierende anhand eines selbst gewählten TatOrts raumbezogene Herausforderungen formulieren und nach Lösungen suchen. Positive TatOrte, notabene, mit Modellcharakter, wie beispielsweise die Zürcher Frauenbadi, Schrebergärten oder die Seepromenade, wo Nutzungskonflikte analysiert, ethische Fragen diskutiert, die eigene Positionen verhandelt und verteidigt und fachdidaktisches Wissen gestärkt wird.
Von links nach rechts: Monika Wicki, Co-Präsidentin der SGL; Benita Affolter, SGL-Vorstandsmitglied und Sprecherin der Jury; Christian Mathis, Beatrice Kümin und Karin Huser, Preisträger:innen der PHZH; Armin Hartmann, Regierungsrat des Kantons Luzern und Vorsteher des Bildungsdepartements sowie EDK-Vizepräsident, der im Rahmen der Jahrestagung eine kurze Keynote zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 2050 hielt und den Lehrpreis INITIALE 2026 übergab; Marina Grgić, Co-Präsidentin der SGL
In einer Welt, die von ökologischen und technologischen Unsicherheiten geprägt ist, schafft diese Studienwoche den Raum, um Mündigkeit, Visionsfähigkeit und Komplexitätsbewusstsein aktiv zu entwickeln und sie zeigt auf, wie angehende Primarlehrpersonen befähigt werden, den öffentlichen Raum wahrzunehmen, zu diskutieren und mitzugestalten.
Mit der Verleihung des SGL-Lehrpreises INITIALE 2026 wird ein Projekt prämiert, welches alle Kriterien – von der theoretischen Tiefe bis zur praktischen Relevanz – vollständig erfüllt und als Lehrformat mit Modellcharakter auf andere Settings übertragen werden kann.
Die Prämierung erfolgte in einem mehrstufigen Prämierungsprozess!
Tandems aus je zwei Vorstandsmitgliedern machen eine Erstbegutachtung der ihnen zufällig zugeteilten Projekte und empfehlen Einreichungen für die Prämierung.
Zwei Vorstandsmitglieder, die noch keine Erstbegutachtung gemacht haben, bewerten die empfohlenen Projekte (aus Schritt 1) und nominieren Projekte zuhanden des Gesamtvorstandes.
Der Gesamtvorstand entscheidet an einer Vorstandssitzung über die Prämierung.
In diesem Prämierungsprozess wurde ein zweites Projekt zuhanden des Gesamtvorstands nominiert:
Blue Artery : un dispositif de formation innovant, interdisciplinaire, créatif et citoyen en didactique des SHS
Amalia Terzidis und Marie-France Hendrikx von der HEP VS nutzen in ihrem Projekt die Rhone als blaue Arterie, um didaktische Aspekte der Geistes- und Sozialwissenschaften mit Kunst, Gestaltung und Umweltbildung zu verknüpfen und interdisziplinär die Grenzen zwischen Theorie und Praxis aufzubrechen.
Von links nach rechts: Benita Affolter, SGL-Vorstandsmitglied und Sprecherin der Jury; MonikaWicki, Co-Präsidentin der SGL; Marie-France Hendrikx und AmaliaTerzidis, Preisträgerinnen der HEP VS; Armin Hartmann, Regierungsrat des Kantons Luzern und Vorsteher des Bildungsdepartements sowie EDK-Vizepräsident, der im Rahmen der Jahrestagung eine kurze Keynote zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 2050 hielt und den Lehrpreis INITIALE 2026 übergab; Marina Grgić, Co-Präsidentin der SGL
Der Vorstand hat deshalb entschieden, dieses ebenso hervorragende Projekt ebenfalls auszuzeichnen.
Alle eingereichten Projekte der zweiten Durchführung von INITIALE sind übersichtsartig aufgeführt (Personen, Institution(en), Projekttitel). Die nächste Prämierung von INITIALE folgt in zwei Jahren. Wir werden Sie rechtzeitig über unserer Kanäle (Newsletter und Webseite) informieren.